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Was ist ein Zahnimplantat?

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Was ist bei zu wenig Knochen?





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- geschickte Ausnützung des vorhandenen Rest-Knochens


- Knochenaufbau (Knochen-Augmentation)

         - Knochenanlagerung mit Knochenmehl oder Knochenersatzmaterial

         - Knochenspreizung

         - Knochenblock

         - Distraktionsosteogenese

         - Sinuslift


Um ein ausreichend großes und langes Implantat zu setzen, d.h. sicher im Knochen zu verankern, ist ein ausreichendes Knochenangebot nötig. Ist dies an der Stelle, die für das Implantat vorgesehen ist, nicht vorhanden, sollte ein sogenannter Knochenaufbau (Knochenaugmentation) erfolgen.

Geschickte Ausnützung des vorhandenen Rest-Knochens:

Alternativ kann auch durch eine geschickte Ausnutzung des vorhandenen Restknochens ein Knochenaufbau vermieden werden. So lässt sich durch eine geschickte prothetische Konstruktion erreichen, dass eine Knochenaugmentation vermieden wird und die Implantate dort platziert werden können, wo ausreichend Knochen vorhanden ist.

Knochenaufbau (Augmentation):
Ist ein Knochenaufbau nicht zu vermeiden, stehen verschieden Verfahren zur Verfügung. Abhängig von Ausmaß des Knochenaufbaus und Qualität des Knochens kann der Knochendefekt mit unterschiedlichen Verfahren aufgebaut werden.

Grundsätzlich ist immer zu entscheiden, ob eigener Knochen oder ein Knochenersatzmaterial verwendet wird. Die Verwendung des eigenen Knochens des Patienten stellt bezüglich Qualität, Einheilung etc. den Goldstandart dar. Allerdings erfordert der Knochenaufbau mit eigenem Knochen in der Regel eine zweite Operation bzw. muss der Knochen an einer anderen Stelle im Mundbereich oder auch der Hüfte entnommen werden. Somit stehen manchmal Aufwand und Möglichkeiten nicht im idealen Verhältnis.

Aus diesen Gründen werden zunehmend Knochenersatzmaterialien verwendet. Knochenersatzmaterialien bestehen entweder aus aufbereitetem Knochen (z.B. demineralisierter gefriergetrockneter Knochen) oder nur aus Knochenbestandteilen wie Hydroxlapatit. Diese stammen entweder vom Tier (in der Regel Rind oder Schwein) oder werden künstlich hergestellt. Alle heute in Deutschland verwendeten Produkte sind vom Bundesministerium für Gesundheit zugelassen und gelten als sicher und unbedenklich bezüglich der Übertragung von Infektionen.

Knochenverluste lassen sich bezüglich ihrer Ausdehnung in vertikale, horizontale und kombinierte horizontal-vertikale Knochenverluste einteilen.

Ist das Ausmaß des fehlenden Knochens gering, reicht oft eine Anlagerung von Knochenmehl, welches bei Bohren des Loches für das Implantat aufgefangen wird. Alternativ kann natürlich auch Knochenersatzmaterial verwendet werden.

Besteht nur ein horizontaler Knochenverlust, ist unter Umständen kein Knochenaufbau nötig. Oftmals reicht es aus, den Knochen nur aufzudehnen, das sogenannte „Spreading“, um ein ausreichendes Implantatlager zu schaffen.

Ist der Defekt ausgedehnter, kann der Defekt oft nur mit einem soliden Knochenblock aufgefüllt werden. Dieser Knochen wird aus einer anderen Stelle z.B. hinter dem letzten Zahn im Unterkiefer, von Kinn oder von Oberkiefer im Mundraum entnommen und an die benötigte Stelle verpflanzt. Es stehen mehrere Stellen zu Verfügung und der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) vorgenommen werden. Er ist in der Regel nicht belastender als die üblichen Eingriffe bei Zahnarzt. Durch diese neuen Methoden ist es möglich geworden, die Knochenentnahme vom Becken(-kamm) fast ganz zu vermeiden.